Wie der Atem mein Leben verändert hat und warum ich heute auch andere Menschen auf ihrer Atemreise begleite.
Manchmal gibt es Begegnungen im Leben, die etwas in uns verändern. Erfahrungen, die wir vorher nicht für möglich gehalten hätten und die uns einen ganz neuen Zugang zu uns selbst eröffnen.
Für mich war Breathwork eine solche Erfahrung.
Zum ersten Mal begegnet bin ich Breathwork bei einem Retreat. Ich wusste damals noch nicht wirklich, was mich erwarten würde. Und ich hätte wohl auch nicht gedacht, dass diese Erfahrung einmal so viel in meinem Leben verändern würde.
Doch genau das ist passiert.
Was ich dort erlebt habe, war für mich unglaublich intensiv und etwas, das ich bis dahin noch nie erfahren hatte. Es hat etwas in mir berührt, das ich mit Worten zunächst kaum beschreiben konnte. Es war, als hätte sich eine neue Tür geöffnet – zu mir selbst, zu meinen Gefühlen und zu einer Form der Wahrnehmung, die ich vorher so nicht kannte.
Breathwork wurde für mich zu einem absoluten Gamechanger.
Ich durfte erfahren, dass es einen Unterschied macht, etwas mit dem Kopf zu verstehen oder es auch über den eigenen Körper wahrzunehmen. Der Atem eröffnete mir einen neuen Zugang zu mir selbst und meinen Gefühlen.
Diese Erfahrung hat mich so nachhaltig geprägt, dass ich mich intensiver mit Breathwork beschäftigen wollte und begann, mich selbst auf den Weg zu machen, andere Menschen auf ihren Atemreisen zu begleiten.
Heute ist Breathwork ein wichtiger Teil meiner Arbeit bei flowerful family.
Nicht, weil ich glaube, dass eine Methode alle Antworten bereithält. Sondern weil ich selbst erlebt habe, wie wertvoll es sein kann, sich auf eine neue Weise zu begegnen.
Was ist Breathwork eigentlich?
Breathwork bedeutet übersetzt Atemarbeit. Es gibt unterschiedliche Atemmethoden, die uns dabei unterstützen können, den eigenen Atem bewusster wahrzunehmen und sich intensiver mit dem eigenen Körper und Erleben zu verbinden.
In meinen Sessions arbeiten wir mit Conscious Connected Breathing. Dabei gehen Ein- und Ausatmung möglichst fließend ineinander über, ohne bewusst gesetzte Pausen zwischen den Atemzügen.
Das klingt vielleicht erst einmal ungewohnt. Und vielleicht fragst du dich, was dabei eigentlich passiert.
Unser Atem begleitet uns jeden Tag, meistens ohne dass wir ihm besondere Aufmerksamkeit schenken. Dabei verändert er sich mit unserem Erleben: Wenn wir gestresst sind, halten wir vielleicht unbewusst die Luft an oder atmen flacher. Wenn wir uns sicher und entspannt fühlen, kann unser Atem freier fließen.
Beim Breathwork richten wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf diesen Atem. Wir nehmen uns Zeit, den Alltag für eine Weile hinter uns zu lassen und wahrzunehmen, was gerade in uns geschieht.
Es geht dabei nicht darum, möglichst tief oder möglichst viel zu atmen. Es geht auch nicht darum, etwas richtig zu machen.
Du darfst einfach neugierig sein und dich in deinem eigenen Tempo auf die Erfahrung einlassen.
Was kann während einer Atemreise passieren?
Jede Atemreise ist anders. Denn jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen und seine Bedürfnisse mit.
Manche Menschen nehmen ihren Körper intensiver wahr. Vielleicht spürst du Wärme, Kribbeln oder ein Gefühl von Bewegung. Vielleicht tauchen Gefühle auf, die im Alltag wenig Raum bekommen. Andere erleben innere Bilder, Gedanken oder Erinnerungen. Und manchmal entsteht einfach ein Moment der Ruhe, in dem man sich selbst bewusster wahrnimmt.
Es kann intensiv sein, berührend, überraschend oder ganz still.
Und manchmal passiert weniger, als man erwartet hat. Auch das ist völlig in Ordnung.
Du musst nicht weinen, keine besonderen Bilder sehen und auch nichts loslassen, um von einer Atemreise profitieren zu können. Es gibt keine Erfahrung, die du erreichen musst, und keinen Zustand, in dem du am Ende angekommen sein solltest.
Breathwork ist kein Wettbewerb und kein Versprechen auf ein bestimmtes Erlebnis.
Für mich ist es vor allem eine Möglichkeit, sich selbst Raum zu geben und wahrzunehmen, was gerade da ist – ohne sich dafür bewerten zu müssen.
Wenn wir viel verstehen, aber trotzdem nicht weiterkommen
Vielleicht kennst du das: Du weißt eigentlich, dass du dir mehr Ruhe gönnen solltest. Du möchtest gelassener reagieren, deine Grenzen besser wahrnehmen oder liebevoller mit dir selbst umgehen.
Und trotzdem findest du dich immer wieder in denselben Situationen wieder.
Du reagierst heftiger, als du es wolltest. Du sagst Ja, obwohl du Nein meinst. Du merkst erst spät, dass du längst über deine eigenen Grenzen gegangen bist.
Unser Erleben wird nicht nur von bewussten Gedanken beeinflusst. Auch unsere bisherigen Erfahrungen, unsere Gewohnheiten und die Reaktionen unseres Nervensystems spielen eine Rolle.
In belastenden Momenten kann unser Körper in Anspannung geraten, noch bevor wir bewusst darüber nachgedacht haben, was gerade passiert. Vielleicht werden wir unruhig, ziehen uns zurück, werden laut oder versuchen, eine schwierige Situation möglichst schnell zu beenden.
Das bedeutet nicht, dass mit uns etwas falsch ist. Und nicht jede Schwierigkeit hat automatisch mit einem Trauma zu tun.
Manchmal hilft es schon, neugierig auf sich selbst zu werden und wahrzunehmen, was eine Situation in uns auslöst.
Breathwork kann einen Raum eröffnen, in dem wir uns selbst und unsere körperlichen Reaktionen bewusster erleben. Es kann uns dabei unterstützen, die eigene Wahrnehmung zu vertiefen und neue Erfahrungen mit uns selbst zu machen.
Es ersetzt nicht die Auseinandersetzung mit schwierigen Themen und ist kein Allheilmittel. Aber es kann ein wertvoller Bestandteil des persönlichen Weges sein.
Du musst nichts leisten
Vielleicht ist es gerade das, was ich an der Atemarbeit so besonders finde: Für einen Moment darf es nur um dich gehen.
Im Alltag sind wir oft damit beschäftigt, Erwartungen zu erfüllen, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein. Wir organisieren, planen, kümmern uns und versuchen, allem gerecht zu werden.
Dabei verlieren wir manchmal aus dem Blick, wie es uns selbst eigentlich geht.
In einer Breathwork-Session darfst du diesen Blick wieder nach innen richten.
Du musst nicht wissen, was du fühlst. Du musst keine Vorerfahrung mitbringen. Du musst dich nicht besonders gut entspannen können und auch nicht mit einem konkreten Ziel kommen.
Du darfst unsicher sein. Du darfst Fragen stellen. Und du darfst jederzeit wahrnehmen, was sich für dich stimmig anfühlt.
Mir ist wichtig, dass du dich nicht zu einer Erfahrung gedrängt fühlst. Eine gute Begleitung bedeutet für mich nicht, dich irgendwohin bringen zu müssen. Sie bedeutet, einen wertschätzenden Rahmen zu schaffen, in dem du dich orientieren und deine eigenen Grenzen ernst nehmen kannst.
Dazu gehört auch, vorab über gesundheitliche Voraussetzungen und mögliche Kontraindikationen zu sprechen. Conscious Connected Breathing ist eine intensive Atemmethode und nicht für jede Person gleichermaßen geeignet. Wenn bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen dagegensprechen, braucht es eine andere Form der Begleitung oder zunächst eine medizinische Abklärung.
Du musst dich also nicht einfach auf etwas einlassen, ohne zu wissen, worauf du dich einlässt. Du darfst dich informieren, Fragen stellen und in Ruhe entscheiden, ob Breathwork gerade zu dir passt.
Ein Raum, in dem du dir selbst begegnen darfst
Mit flowerful family möchte ich Menschen dabei begleiten, wieder mehr Verbindung zu sich selbst zu finden.
Es geht nicht darum, noch besser zu funktionieren oder immer gelassen und ausgeglichen zu sein. Es geht darum, sich selbst besser kennenzulernen, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und sich mit mehr Verständnis und Freundlichkeit zu begegnen.
In meinen Breathwork-Sessions begleite ich dich durch eine Atemreise mit Conscious Connected Breathing. Dabei verbinde ich meine persönliche Erfahrung mit meinen Ausbildungen und meiner traumasensiblen Haltung.
Du brauchst keine Vorerfahrung. Du darfst mitbringen, was gerade da ist – Anspannung, Neugier, Müdigkeit, Unsicherheit oder einfach den Wunsch, dir selbst wieder ein bisschen näherzukommen.
Breathwork ist kein Ersatz für eine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Es ist eine Möglichkeit, die eigene Körperwahrnehmung zu vertiefen und sich selbst auf eine neue Weise zu begegnen.
Und vielleicht entdeckst du dabei etwas, das ich selbst erfahren durfte: dass es manchmal neue Wege braucht, um wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen.
Ankommen. Innehalten. Bei dir sein.
Vielleicht spürst du beim Lesen eine Neugier. Vielleicht bist du noch unsicher, ob Breathwork etwas für dich ist. Beides darf sein.
Du musst dich nicht sofort entscheiden und auch nicht genau wissen, wonach du suchst.
Vielleicht beginnt es einfach damit, dir selbst ein wenig Zeit zu schenken.
Wenn du Breathwork kennenlernen möchtest, findest du auf meiner Breathwork-Seite weitere Informationen zu meinen Sessions und aktuellen Terminen.
Ich freue mich, dich auf deiner ganz persönlichen Atemreise zu begleiten.
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